IG Kleinschwimmhalle Brackenheim        
 

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.::31.Januar 2008::.



 

 

    
 
   
   

 

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Rettungsaktion geglückt
Von Claudia Schönberger


Die „passende Kleidung zum passenden Anlass“ hatte Brackenheims Bürgermeister Rolf Kieser gewählt: Zur Einweihung der für 1,65 Millionen Euro sanierten Kleinschwimmhalle kam er gestern Vormittag in der Badehose. Der große Rest der Festgäste trug Straßenkleidung – und schwitzte.

Den Vorsitzenden des Fördervereins Brackenheimer Bädle, Peter Luboeinski, brachte das auf eine Idee: „Hätten wir den Ratssaal auf 35 Grad hochgeheizt, wäre die Entscheidung für die Sanierung vielleicht schneller gefallen.“

Untergang war beschlossen Jahrelang war nämlich diskutiert worden: Das über 30 Jahre alte Lehrschwimmbad schließen oder erhalten? Am 11. November 2003 hatte der Gemeinderat inklusive Rolf Kieser sogar einstimmig in nicht öffentlicher Sitzung für den „Untergang“ gestimmt. Die finanzielle Lage der Stadt ließ eine Sanierung oder gar einen Neubau des maroden Gebäudes samt Innenausstattung nicht zu. Doch der Gemeinderat ruderte zurück und das Hallenbad wurde noch einige Jahre über Wasser gehalten.

Wesentlich dazu beigetragen hatte die Gründung des Fördervereins, der sich bereit erklärte, 10 000 von 100 000 Euro Defizit, das im laufenden Betrieb pro Jahr entsteht, zu übernehmen. „Eine Bürgerinitiative im besten Sinne“, lobteRathauschef Kieser bei der Einweihung, die übrigens auf den Tag genau 38 Jahre nach der Einweihung des damals
850 000 Mark teuren Neubaus stattfand.

Nach vielen kontroversen Diskussionen im Gemeinderat fiel am 9. November 2006 endlich der Beschluss: Das Bädle wird gerettet. Der Kostenrahmen von 1,6 Millionen Euro wurde auch fast eingehalten: 50 000 Euro mehr, „das kann man akzeptieren“, meinte Kieser. Zumal kräftige Preissteigerungen beim Material während der achtmonatigen Bauphase dem Stuttgarter Planungsbüro Klotz & Partner und den Brackenheimer Entscheidungsträgern zu schaffen machten. Allein das Edelstahlbecken hat 30 000 Euro mehr gekostet.

„Have a nice day“ („Habe einen schönen Tag“) sang der Grundschulchor am Mittwochvormittag, die Henry-Miller-Schule hatte das Catering mit belegten Brötchen und Snacks übernommen. Es war wahrlich ein Freudentag. „Das Hallenbad hat große Bedeutung für die Schulen“, betonte Bürgermeister Kieser. Von 7.30 bis 16/17 Uhr wurde es vor der Sanierung für den Unterricht genutzt. Er wünschte sich, dass künftig alle Kinder aus Brackenheim und den Stadtteilen bis spätestens zum zehnten Lebensjahr schwimmen können. „Wir beobachten leider immer häufiger, dass da von zuhause keine Unterstützung kommt“, bedauerte der Rathauschef, der zugab, dass er seinen „Traum“ von einem interkommunalen Freizeit- und Wellnessbad noch nicht ganz aufgegeben hat.

Kostenlos baden
Aber auch für die Gesundheitsförderung ist die Brackenheimer Kleinschwimmhalle wichtig. Die Rheuma-Liga und der VdK nutzen sie, es gibt Angebote für Mutter und Kind. Der Bevölkerung steht das Bädle ebenfalls offen, in den Faschingsferien – von Montag bis Freitag, 4. bis 8. Februar – sogar kostenlos.

 

 
Bürgermeister Kieser bei der Einweihung am 30-01-2008
 

Den Rettungsring stammt vom Planungsbüro Klotz, das Quietsche-Entchen am Bande bekam Rolf Kieser nach drei „Prüfungen“ im Wasser vom Förderverein. Foto: Dirks